Einsatzgebiete von Flash in der Praxis



Aufgrund der Tatsache, dass Flash ursprünglich als Animationsinstrument entwickelt wurde, war es demnach in der Vergangenheit oftmals für Intro-Animationen im Einsatz – beispielsweise auf Webseiten oder als animierte Werbebanner. Mit Version 4 jedoch erweiterte man Flash um ActionScript, wodurch Flash selbst um eine interessante Steuerungsmöglichkeit reicher wurde. Seit dieser Erweiterung ist es möglich, interaktive Anwendungen zu bedienen sowie eine interaktive Datenverarbeitung zu vollziehen. Dies bedeutet im Detail, dass interaktive Inhalte erstellt und die allgemeine Programmierung browserbasierter Anwendungen realisiert werden können.

Diese Kombination, d.h. jene von Flash mit ActionScript, macht es möglich, interaktive Präsentationen zu erstellen. Nennenswerte Beispiele hierfür wären u.a. Spiele, Medien im Bereich E-Learning sowie Kugelpanoramen, d.h. spezielle Panoramabilder, welche sämtliche Blickwinkel wiedergeben können, die von nur einem einzigen Standort aus sichtbar sind. Weiters sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass Flash-Präsentationen nicht mehr gezwungenermaßen linear abgespielt werden müssen. Vielmehr repräsentieren derartige Flash-Präsentationen in Sachen Spiele und Rich Internet Applications „wahre“ Anwendungen. Demnach erweist sich auch die Bezeichnung bzw. der Terminus „Flash-Film“ für eine sogenannte SWF-Datei als nicht mehr präzise genug.

Da Flash großartige und umfassende multimediale Möglichkeiten bietet, werden in Flash besonders häufig Video- und Sounddateien integriert. Es handelt sich dabei meist um Formate, die oftmals sehr große Datenvolumina benötigen. Aus diesem Grund werden in Flash sogenannte Preloader eingesetzt. Deren Aufgabe ist es, Teile bzw. den ganzen Film zwischen zu speichern.

Darüber hinaus kann Flash sogar Medieninhalte streamen, was bedeutet, dass die jeweiligen Medien gleichzeitig geladen und in Folge abgespielt werden. Vollzieht sich dieser Stream-Vorgang von Videos und Sounddateien über das Internet, so kommt meist das Real Time Messaging Protocol zum Einsatz. Für hochauflösende Filme hingegen stellt Flash einen sogenannten H.264-Codec zur Verfügung.

Betrachten wir Flash im Rahmen von E-Learning, so wird deutlich, dass Flash hierbei vielfältige Einsatzgebiete, besonders in den Bereichen des computergestützten Trainings, erlaubt. Diesbezüglich sei erwähnt, dass Flash ebenso für multimediale Tutorials eingesetzt wird – vor allem für solche, bei denen die einzelnen Bildschirmaktivitäten aufgenommen und diese infolgedessen mittels Untertiteln, Ergänzungen, Erläuterungen, etc. ergänzt werden können.